Zuchphilosophie

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Der Pudel ist eine aktive, langlebige und im Grunde sehr gesunde Hunderasse. Unser primäres Zuchtziel ist es deswegen seine Gesundheit und seinen typischen Charakter zu erhalten, sodass er seine Besitzer lange durchs Leben begleitet. 
 

Unser Ziel ist es, gesunde, langlebige, wesensfeste und schöne Kleinpudel zu züchten, die dem Zuchtstandard näher kommen und vielseitig einsetzbar sind. 


Trotzdem gibt es spezifische Krankheiten, die vermehrt innerhalb einer Population vorkommen. Unsere Zuchthündin ist deswegen auf alle zuchtrelevanten Krankheiten und darüber hinaus auf weitere, derzeit testbare relevante Krankheiten getestet. Außerdem ist sie farbgengetestet, um weitere Indikatoren für Krankheiten auszuschließen. Auch das Testen von Hüft- und Ellenbogenkrankheiten finden wir wichtig, selbst wenn aktuell keine signifikanten Zahlen bei den kleinen Pudelvarietäten darüber vorliegen. 

Zucht beginnt schon lange, bevor der erste Welpe geboren wird. Wir geben unser bestmögliches, um unsere angedachten Zuchthunde durchzuchecken, beschäftigen uns mit Aufzucht und Sozialisation, besuchen Seminare zur Zucht und kynologischen Themen. Auch die Wahl des Deckrüden wird bei uns nicht leichtfertig getroffen, sondern ist eine lange Suche mit einer noch längeren Kriterienliste. Wir achten darauf, dass wir durch unsere Verpaarungen die genetische Varianz auf lange Sicht vergrößern. 

Wir möchten den Mehrfarbentyp voranbringen und werden deshalb gezielt schwarze und fawn-farbene Deckrüden zur Zucht einsetzen. Dann gibt es zwar nicht immer „Buntes“ in der Wurfkiste, aber man nähert sich nur so dem Zuchtstandard an. 

Die Zucht auf bestimmte Farben gehört nicht zu unserem erklärten kurzfristigen Ziel. Wichtiger ist eine nachprüfbare Gesundheit, ein stabiles, augewecktes und dem Pudel typisches Wesen sowie ein gesundes, brauchbares Exterieur.

Wir sind nur eine ganz kleine Zuchtstätte und züchten vorwiegend für den Eigenbedarf oder wenn wir genug feste Anfragen zusammen haben. Unsere Zuchthündin ist vor allem unser privater Hund und bleibt natürlich ihr Leben lang bei uns. Außerdem lassen wir sie erst belegen, wenn sie wirklich erwachsen ist und wir uns sicher sind, dass sie qualifiziert genug für die Zucht ist und körperlich und mental reif für einen Wurf.
Wir freuen uns über Interessenten, die diese Haltung gegenüber unseren Tieren schätzen. Wir "produzieren" nicht für den Hundemarkt. Es ist wichtig, Hunde aus solchen Verpaarungen bei Züchtern unter zu bringen. Ganz besonders freuen wir uns deswegen über Menschen, die Interesse daran hätten, mit einem Hund aus unserer Zucht weiterzumachen. 

Haben Sie Interesse an einem Welpen von uns, so melden Sie bitte frühzeitig Interesse an. 


Wir züchten Pudel, weil wir diese Rasse lieben und erhalten möchten. Wir haben das Glück, dass Kleinpudel eine breite Population, gute Gesundheit und ein tolles Wesen mitbringen. 
Von der Zucht von Pudelmischlingen bzw. sogenannten Designerdogs wie Doodles und Poos aller Art distanzieren wir uns ausdrücklich. 

"Des Pudels Kern"- Charakter und Wesen

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Ein Pudel ist ein bewegungsfreudiger Hund, der längst das Image des früheren „Omahundes“ abgelegt hat. Durch seinen gesunden moderaten Körperbau und seinen großen Willen zu gefallen, lässt er sich für nahezu alle Sportarten und Aktivitäten begeistern. Gerade Kleinpudel haben mit einer Größe von 35 bis 45cm eine optimale Körperstatur, um im Agility oder Obedience geführt zu werden. Als früherer Apportierhund für Enten und andere Vögel wäre auch eine Auslastung mit Dummysport oder über Nasenarbeit äußerst artgerecht. 

Mit Ihrem einmaligen Gangwerk, erhobenem Kopf, eleganten Bewegungen und lustigem Gemüt sind Pudel einfach einzigartig in der Hundwelt. 


Als Begleithund, der sich stark an seine Menschen bindet, ist er nicht gern allzu lange alleine. In der Regel ist ein Pudel kein "Jedermann-Hund". Er liebt seine Familie und Bezugspersonen, ist aber fremden Menschen und Tieren gegenüber neutral eingestellt. Das macht ihn zu einem sehr angenehmen, leichtführigen Hund. 

Ein Pudel ist ein toller Allrounder und erfreut sich an vielen Aktivitäten, die er mit seinem Menschen gemeinsam ausleben darf. Ob als Begleiter im Büro, auf Wanderungen, Sportsfreund oder ein paar gemütliche Regentage auf dem Sofa, er lässt sich für vieles begeistern. Ab und zu muss man für diese Begeisterung ein bisschen um die Ecke denken.

Nur unter Druck oder mit „harter Hand“ lässt sich bei ihm nichts ausrichten und ist auch nicht nötig, da man ihn durch Freude und positive Bestärkung viel mehr motivieren kann. Ein Pudel ist vom Charakter her im Vergleich zu anderen Rassen recht weich und sensibel. Er gibt viel auf die Meinung seines Menschen. Wach- oder Schutztrieb kann man von ihm nicht erwarten. Bei allem Esprit ist der Pudel dennoch kein Gebrauchshund. 


Pudel besitzen nicht wie andere Hunde Fell, sondern tatsächlich lockige Haare. Diese Haare unterliegen keinem Fellwechsel, sondern fallen aus wie menschliches Haar, bleiben dabei aber im Fell oft stecken. Der Pudel braucht deswegen eine besondere Fellpflege. Ein Pudel muss unabhängig von der Frisurenvorliebe regelmäßig gekämmt, gebadet und geschoren werden, was man entweder allein machen oder dem Profi überlassen kann. Die Pflege gehört einfach sein Leben lang dazu. Ein weiterer netter Nebeneffekt ist, dass Pudel nicht "hundeln", d.h. nicht direkt nach Hund riechen.

Pudel gelten allgemein als hypoallergen. Pauschalaussagen kann man aber leider nicht machen. Allergien können vielschichtig auftreten und das Fell des Welpen verändert sich noch mit Erwachsenwerden, sodass das Testen auf die Verträglichkeit von Welpenfell nicht wirklich dauerhaft aussagekräftig ist.

Pudel sind ehemalige Jagd- und Apportierhunde. Es kann sein, dass der Jagdtrieb immer noch gut durchkommt. Dies sollte man vor dem Kauf bedenken. Dafür macht es einem der Wille zur Zusammenarbeit sehr einfach, das jagdliche Interesse in die richtigen Bahnen zu lenken. Dieser Wille, seinem Menschen zu gefallen, machte den Hund ebenfalls zu einem sehr beliebten Zirkushund. Der Pudel mit seinem aufgeweckten neugierigen Wesen begreift schnell, hat ein gutes Körpergefühl, ist elegant und hat Spaß an Beschäftigung und Kunststücken. 

Unserer Meinung nach passt der Pudel ideal in unsere heutige moderne Gesellschaft. Er ist langlebig, gesund, verträglich, flexibel, begeisterungsfähig und leichtführig. 

Standard und Geschichte

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Den aktuellen F.C.I.-Standard Nr. 172 von 2016 für den Pudel finden Sie hier. Der Standard gilt für alle Größen, im Prinzip sollen sich Pudel ausschließlich durch ihre Größe unterscheiden. 

Wir züchten Kleinpudel. Diese gehen im Maß von 35 bis 45cm. Wenn die Natur unseren Plänen zustimmt, würden wir gern Pudel im oberen Größenbereich ab 40cm züchten. 

Ein weiterer, sehr gut bebilderter Standard ist der des amerikanischen Zuchtverbandes (AKC) unter folgendem Link. Der gilt zwar nicht für die FCI, aber er hilft die abstrakten Vorgaben eines Rassestandards nachzuvollziehen. 

Außerdem richten wir uns nach den Zuchtrichtlinien des VDP, welcher sich unter dem VDH/FCI organisiert. Hier können Sie im Detail die Richtlinien einsehen. 

Erstmalige Erwähnung soll die Rasse Pudel schon im 16. Jahrhundert gefunden haben. Mit Aufnahme der der zielgerichteten Zucht, wie wir sie kennen, wurde Ende des 19. Jahrhunderts  begonnen. Es ist erstaunlich, wie im Grunde wenig sich diese Rasse im Laufe der Zeit verändert hat. Der Pudel ist ein annähernd quadratischer, harmonischer, trockener Hund ohne Übertypisierung, stolzem Gang und erhobenem schmalen Kopf. Charakteristisch ist sein dichtes, krauses gelocktes Haar. Sieht man sich alte Bilder an, erkennt man wenig unterschied zum heutigen modernen Pudel.
 

Unser Herz gehört den Black and Tan Pudeln. Diese wurden erst 2007 in Deutschland unter dem VDH anerkannt. Später zogen noch andere Länder nach, bis dahin wurden Black and Tans (auch BlaTa abgekürzt) nur außerhalb der FCI gezüchtet. Jetzt, wo man mittels Gentest innerhalb der gesamten Pudelpopulation die Farbgene testen und im Verband züchten kann, ist es sehr gut möglich den Typ zu verbessern. In Deutschland gelten die sogenannten Mehr- oder Neufarben seit über 30 Jahren als Versuchszucht.


Pudel sind ehemalige Jagdhunde, die ursprünglich für die Wasserjagd und den Apport verwendet wurden. Es kann sein, dass der Jagdtrieb immer noch gut durchkommt. Dies sollte man beim Kauf bedenken. Allerdings werden sie schon lange nicht mehr für diese Aufgabe gezüchtet. Der Pudel ist ein Begleithund ohne spezielle Aufgabe. Dennoch besitzt er Temperament und schätzt als intelligener Begleiter eine Beschäftigung. 

Übrigens: Die gewöhnungsbedürftigen Frisuren, die Pudel größtenteils auf Hundeausstellungen tragen, haben den Ursprung ebenfalls in der Jagd. Als alte Jagdschur erfüllten die Schuren den Zweck, die Pudel im Wasser optimal zu schützen.
Diese Frisur ist bei der Qualifikation für die Zucht und im Ausstellungsring Pflicht.

Der Name Pudel kommt vom Althochdeutschen „puddeln“ oder auch „pfudeln“, was Pfütze oder Plantschen bedeutet. Schon im Namen kann man also die Leidenschaft zum Wasser und zur Wasserarbeit erkennen. 

Über uns

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Ich arbeite und lebe mit meinem Mann und unseren Hunden nahe der Universitätsstadt Göttingen auf dem Land. Unsere Hunde leben eng mit uns im Haus, begleiten uns zu Veranstaltungen, zum Hundesport oder auf Besuche. Sie sind echte Familienmitglieder und überall mit dabei, wo sie erlaubt und erwünscht sind.

2010 zog die kleine Terriermixdame Fussel bei mir ohne viel Nachdenken ein. Als mein Mann mich kennenlernte, war klar, dass es in unserem Leben immer Hunde geben wird. 

Fussels Terrierdickkopf stellte mich anfangs vor einige Herausforderungen und machte uns wahrlich von normalen Hundebesitzern zu echten Hundemenschen. 2016 zog dann endlich nach langer Suche der richtigen Rasse die kleine Holly aus Berlin ein. Holly ist in jeder Hinsicht „a true poodle character“ und entwickelte sich so hervorragend, dass wir, ermutigt durch Pudel- und Züchterfreunde, begonnen sie auszustellen und uns letztendlich dem Zuchtgeschehen mit all seinen Facetten zuwandten. Spätestens seitdem waren wir vollständig mit dem Pudelvirus infiziert. Seit 2018 besitze ich internationalen Zwingerschutz.

Ich züchte im Verband der Pudelfreunde (VDP), einem der vier Pudelvereine unter dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), und bin Mitglied in der VDP Ortsgruppe Halle

Bedingt durch unsere Arbeitssituation werden wir nicht oft Welpen haben. Dies geht selbstverständlich nur, wenn die Bedingungen passen. Wir leben mit unseren Hunden, nicht von ihnen! Dazu gehört eben auch, dass wir nicht 'zig Hunde besitzen oder mehrere Würfe zeitnah haben. Unsere Hunde sind keine Zuchtobjekte, sondern gehören fest zur Familie. Jeder Hund erhält bei uns individuelle Beschäftigung und Ansprache, seine Einzelzeit, Kuscheleinheit auf dem Sofa und wird bei uns hoffentlich sehr alt. Wir verkaufen unsere Hunde nicht nach Beendigung ihrer "Zuchtkarriere". Die Zucht ist, sofern möglich, einfach eine Herzenssache und unser Beitrag zur Erhaltung der Rasse Kleinpudel.

Neben unseren Hunden haben mein Mann und ich eine zweite große Leidenschaft. Wir haben ein Faible für Brettspiele und Computerspiele aller Art. Deswegen haben wir uns entschieden unseren Zwinger "Let’s Play" zu nennen. Dies kommt auch dem verspielten und unterhaltsamen Wesen der Pudel sehr entgegen. Als kleines Markenzeichen erhält bei uns jeder Welpe einen Namen aus der großen Welt der Spiele. 


Ein Züchter allein kann eine ganze Rasse nicht erhalten oder verbessern. Die Zusammenarbeit mit anderen Züchtern und Pudelhaltern liegt uns deswegen am Herzen. Wir danken für die zahllosen Kontakte, Tipps und Hilfen und sind glücklich über die daraus entstandenen Freundschaften. 

Die Mehrfarbenzucht und die französische Vereinsmeierei....

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Unter der FCI, dem weltweit größten Dachverband, unter dem sich die einzelnen Landesverbände vereinen, sind nur einfarbige Pudel offiziell anerkannt. In Deutschland (seit 2007), Österreich (seit 2009), der Schweiz (seit 2018) und einigen anderen Ländern sind auch zweifarbige Pudel offiziell national anerkannt. In Deutschland ist dies nach aktuellem Stand auf Black and Tan-Pudel und Harlekin-Pudel in Schwarz-Weiß beschränkt. 

Pudel gibt es allerdings ursprünglich in nahezu allen Farben (außer Merle), viele treten verdeckt im Genotyp auf und werden nur rezessiv weitergegeben. Erste Bilder von bunten lockigen pudelähnlichen Hunden gibt es seit dem 14. Jahrhundert. Das Standard-angebende Land beschloss irgendwann bei der Festlegung, dass diese Farben nun ausgeschlossen werden sollten. Seit der Aufnahme der sog. Neufarben in den VDH erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit und haben eine stetig wachsende Liebhaberschaft im In- und Ausland. Heutzutage kann man viele Anlagen genetisch testen lassen und so wird auch wieder offenbar, dass die meisten über viele Generationen rein einfarbig gezogene Pudel "bunte" Gene in sich tragen. 

Frankreich und der "bunte Wollhaarhund".....

Das Standard gebende Land Frankreich verwehrt von Beginn an die Anerkennung der mehrfarbigen Pudel. In den Augen des französischen Pudelklubs ist der mehrfarbige Pudel nicht nur kein Pudel, er hat schon vor Längerem den sogenannten  

Chien Particolore à Poil Frisé (übersetzt: Bunter Wollhaariger Hund, abgekürzt CPPF) eingeführt. Er ruft dazu auf, dass mehrfarbige Pudel gar nicht erst registriert werden und auf keinen Fall Pudel genannt werden dürfen. Schon damals haben andere Züchter dafür gekämpft und beispielsweise Gentests vorgelegt, die beweisen, dass mehrfarbige Pudel eben reinrassige normale Pudel sind. Und auch heute fallen ganz regelmäßig mehrfarbige Pudel in rein einfarbig gezogenen Hunden. Mit den heutigen Farbgentests ist dies auch längst keine Überraschung oder Laune der Natur mehr, sondern wirklich simple Genetik.
Deutschland stellt sich mit seinen vier Pudelklubs gegen Frankreich. Seit inzwischen 30 Jahren werden unter dem VDH mehrfarbige Pudel in der Versuchszucht gezüchtet. 

In der Schweiz und auch in Russland und Ukraine wurden 2020 plötzlich mehrfarbige Würfe mit CPPF Papieren ausgestellt, ohne die Züchter darüber zu informieren. Die Schweizer konnten erwirken, dass die Entscheidung über der Verbleib der Mehrfarbenpudel bis Dezember 2022 ausgesetzt wird. Der russische Pudelklub steht hinter seinen Züchtern, scheitert aber aktuell am Landesverband. 

Am 14.03.2021 veröffentliche der DPK einen Aufruf, für den mehrfarbigen Pudel eine neuen Namen zu suchen, nachdem bereits im Vorfeld Gespräche zum Stand der Zucht mit mehrfarbigen Pudeln mit dem VDH und den anderen drei Pudelklubs geführt worden sind. Nach der großen Entrüstung einiger Züchter haben die anderen drei Pudelklubs den DPK überstimmt und haben erreicht, dass die Mehrfarben vorerst in der Versuchszucht weiterhin verbleiben. 

Der VDH hat im Interesse der anderen drei Klubs bestimmt, dass die Versuchszucht in Deutschland zunächst mit ungewissem Enddatum bestehen bleibt. 

 

Was ist das Problem?

Bei den Mehrfarbenpudelzüchtern entsteht der starke Eindruck, dass über die Zukunft der Mehrfarben entschieden wird, während sie nicht einmal darüber informiert werden. Die Mehrfarbenpudelzüchter wurden vor den Gesprächen mit dem Vorstand des VDH nicht gefragt, was ihre Position und ihr Lösungsweg oder Wunsch dazu ist. Gespräche mit den Vorständen der einzelnen Vereine im Vorfeld wurden nur von einzelnen Züchtern geführt, nachdem unter der Hand herauskam, dass die Verbände sehr bald mit dem VDH darüber sprechen werden.


Währenddessen pocht Frankreich mit Macht an der Tür. Mangels Alternativen haben sich mehrere Länder schon dem CPPF angeschlossen. 


Nach der ersten großen Entrüstung hat ausschließlich der Verband der Pudelfreunde ein Schreiben an seine Mitglieder verfasst, in dem er sich klar und umfassend bekennt, den mehrfarbigen Pudel als Pudel weiter zeitlich unbegrenzt in der Versuchszucht zu führen. Die Stellungnahme lässt sich auf der Homepages des VDP nachlesen. Von den anderen drei Pudelverbänden gibt es keine Rückmeldung oder Kommunikation mit den eigenen Mitgliedern. Wenn es so bleibt, wie es ist, dann muss man in Kauf nehmen, dass die anderen Länder sich nach und nach Frankreich anschließen werden und für den mehrfarbigen Pudel als Fremdrasse verloren sind.

Die deutschen Verbände werden Frankreich nicht mehr ignorieren können und müssen unbedingt reagieren. Die Zeit der Versuchszuchten ist vorbei. In den 30 Jahren haben einige engagierte Züchter immer wieder Einfarben in die Linien geholt, Anträge auf Sonderverpaarungen wurden formuliert, der Phänotyp wurde verbessert, neue Pudel wurden phänotypisiert, die Zuchtbasis wurde somit erweitert, viele Linien wurden aufgestellt, Petitionen wurden formuliert. Viele Mehrfarbenzüchter tun, was ihnen innerhalb der Regeln des Verbands möglich ist. 


Eine Separierung der mehrfarbigen Pudel in eine eigene Rasse wäre für die Qualität der Tiere und den Genpool eine Katastrophe mit ungewissem Ausgang. Wir brauchen die Einfarben, wir brauchen auch die Nachzucht aus diesen Farbmischverpaarungen, die nach den aktuellen Regularien zuchtuntauglich wären. 

Wir züchten Pudel, keine bunten Wollhaarhunde! 


Es ist nicht akzeptabel, dass eine Rasse zerschlagen und jegliche kynologische, wissenschaftliche Basis ignoriert wird, weil ganz wenige Personen in einem Land einfach sagen: so isses jetzt, Pech gehabt. Und all das wegen einer gesundheitlich völlig irrelevanten Farbe.  

Die Willkür dieser Vereinsmeierei erkennt man daran, dass es gar keinen international anerkannten und von der FCI abgesegneten Standard gibt! Sie finden in der Rasseliste der FCI keine bunten Wollharhunde... Im August 2021 benannte der Französische Pudelklub die bunten Wollhaarhunde eigenmächtig, ohne Abstimmung und spontan in "Multicolore" um... 


Aktuell ist nicht absehbar, wann und in welche Richtung sich dieses Procedere entwickelt.